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Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Günter EichDer Dichter und Hörspielautor Günter Eich ist einer der bedeutendsten deutschen Lyriker und Hörspielautoren des 20. Jahrhunderts. Er gilt als der eigentliche Begründer der poe- tischen Hörspiel-Gattung. Durch lakonische Gedichte wie „Inventur" und „Latrine" lieferte er zudem paradigmatische Beiträge zur Kahlschlag- bzw. Trümmerliteratur der deutschen Nachkriegszeit. Eich wurde am 1. Februar 1907 im märkischen Lebus an der Oder geboren und studierte zwischen 1925 und 1932 an den Universitäten Berlin, Leipzig und Paris Sinologie, Jura und Volkswirtschaft. Während dieser Zeit publizierte er erste Gedichte in der u. a. von Klaus Mann herausgegebenen Anthologie jüngster Lyrik (1927) sowie die Sammlung Gedichte (1930). In den fünfziger Jahren schrieb Eich eine Anzahl von Hörspielen (Geh nicht nach El Kuwehd!, 1950; Blick auf Venedig, 1952, u. v. a.), die seine Sprachvirtuosität belegen und der Gattung eine bisher nicht gekannte Eigenständigkeit verliehen. Die Erstaus- strahlung des innovativen Tongedichts „Träume" mit seiner zentralen Forderung „Seid unnütz" zog 1951 entrüstete Hörerreaktionen nach sich. 1953 heiratete Eich in zweiter Ehe Ilse Aichinger. Im gleichen Jahr unterstützte er aktiv die Gründung der renommierten Literatur- zeitschrift Akzente von Walter Höllerer. Zahlreiche Lesungen, vor allem im Ausland – insbesondere in Japan (1962) – folgten. Die Auseinandersetzung mit der östlichen Kultur schlug sich u. a. in Anlässe und Steingärten (1966) nieder. Eich starb am 20 Dezember 1972 in Salzburg an einer Herzerkrankung. Für „Die Andere und ich" (Erstausstrahlung 1952) wurde der Autor 1953 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. 1959 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Die hundertste Wiederkehr seines Geburtstages am 1. Februar 2007 feierten die Stadt und der Heimat- verein Lebus mit einer Reihe von Veranstaltungen. Kulturen e.V. war zusammen mit dem Collegium Polonicum in Slubice und der Pentecta Gesellschaft für kulturelle Entwicklung mbH Partner der Stadt und des Heimatvereins Lebus. |